восприятие и понимание речи на слух 11 класс


Ein Jahr in Mexiko

Hallo, ich bin Kristina! Ich erzähl’ euch heute von meinem Jahr in Mexiko. Tja, „Ein Jahr

Mexiko“ — das hört sich nach einem großen, langen Abenteuer an — und das war es auch.

Ende August ging’s los. Beim Abschied von meiner Familie haben wir alle geweint. Nach

etwa zwölf Stunden kam ich dann endlich im Norden Mexikos in Monterrey an. Ich wusste

überhaupt nicht, was mich erwarten würde. Ich wusste nur, dass meine Gasteltern drei

Kinder haben.

Zuerst war alles neu für mich. Ich hab’ vor lauter Aufregung erst mal nichts verstanden

und konnte auch kaum was essen. Das hat sich aber schnell geändert. Ich bin in die

Schule gegangen und habe dann ‚ne Menge Leute kennen gelernt. Dadurch haben sich

meine Sprachkenntnisse sehr schnell verbessert.

In den ersten Wochen hatte ich aber trotzdem Heimweh. Ich habe meine Familie und

Deutschland sehr vermisst. Das Leben ist einfach ganz anders als bei uns in Deutschland

– die Gerüche, die Geräusche, das Essen, ganz einfach die mexikanische Kultur. Meine

Gastschwester hat mir aber sehr geholfen und sie wurde nach kurzer Zeit zu meiner bes-

ten Freundin. Mit ihr zusammen habe ich mich bald an meine neue Umgebung gewöhnt.

Ich habe mich wirklich wie zu Hause gefühlt – vor allem kurz nach Weihnachten. Da ha-

ben wir alle zusammen meinen 17. Geburtstag gefeiert. Ab dann habe ich angefangen,



die Zeit richtig zu genießen und die Monate sind nur so vorbei geflogen.

Ich habe gemerkt, dass ich mich verändert hatte. Ich wurde viel offener, selbstsicherer

und lernte mich wie eine richtige Mexikanerin zu verhalten. Ich fühlte mich wie eine von

ihnen.

Ostern fuhr meine ganze Gastfamilie mit mir nach Mazatlan. Das ist eine wunderschöne

Stadt, die direkt am Meer liegt. Dort waren wir den ganzen Tag am Strand. Ich bin richtig

braun geworden!

Einige Wochen danach fingen schon die Ferien an, und ab dann ging alles ganz schnell.

An meinem letzten Abend in Mexiko waren wir sehr traurig und weinten. Keiner von uns

konnte schlafen … Am Flughafen war es dann noch schlimmer, weil wir ja wussten, dass

dies nun der Abschied war.

Als ich im Flugzeug saß, wollte ich am liebsten sofort wieder aussteigen. Ich wollte zurück

zu meiner Gastschwester, zu den neuen Freunden und… ja, ich hatte einfach Heimweh

nach Mexiko. Ich hab’ mich aber auch auf meine Eltern und Schulfreunde in Deutschland

gefreut. Alles in allem war es vielleicht das beste Jahr meines Lebens – bis jetzt jeden-

falls.

Ich habe so viele Dinge gelernt! Vor allem habe ich gelernt, dass man Probleme besser

lösen kann, wenn man offen ist und keine Angst vor neuen Erfahrungen hat. Es ist nicht

immer einfach, aber es ist zu schaffen – und es lohnt sich!