немецкий на зиму 2 курс

ЗАДАНИЕ ПО НЕМЕЦКОМУ ЯЗЫКУ

на зимнюю сессию

для студентов I курса биологического факультета

заочной формы обучения

специальностей «Биология», «Биоэкология»

I. Выполните следующие лексико-грамматические упражнения:

Дополните следующие предложения по образцу.

Образец: Ich habe drei Bücher. (dick)

Das erste Buch ist dick.

Das zweite Buch ist dicker.

Das dritte Buch ist am dicksten.

1. Die Mutter bekommt drei Briefe. (kurz)

2. Der Bauer hat drei Pferde. (alt)

3. Der Maler malt drei Bilder. (bunt)

4. Die Frau stellt auf den Tisch drei Gläser. (hoch)

5. Die Familie hat drei Söhne. (kräftig)

6. Dieses Mädchen hat drei Tanten. (reich)

7. Im Waschkorb liegen drei Handtücher. (schmutzig)

8. Der Lehrer diktiert drei Sätze. (lang)

9. Im Garten spielen drei Jungen. (lustig)

10. Wir sprechen mit drei Kindern. (klug)

Вставьте правильные окончания.

1. Das ist ein_ wichtig_ Information.

2. Zu uns kommt heute mein_ alt_ Freund.

3. Unser_ dreijährig_ Sohn stellt sehr viele Fragen.

4. Welch_ deutsch_ Universität ist die größt_?

5. Jed_ zweit_ Kind in der Klasse kann auf dies_ schwer_ Frage antworten.

6. In Hannover findet ein_ international Wettkampf statt.

7. Dies_ englisch_ Fußballspieler ist weltbekannt.

8. Das städtisch_ Krankenhaus liegt im Zentrum der Stadt.

9. Ihr_ älter_ Tochter ist ein schüchtern_ Kind.

10. Kein_ jung_ Frau will schlecht aussehen.

11. Jen_ neu_ Gebäude ist die neu_ Universitätsbibliothek.

12. Das ist mein_ erst_ Arbeitsstelle, und ich will ein_ gut_ Kellner sein.

13. Unser_ neu_ Bürochef ist ein_ geistreich_ Mensch.

14. Mir tut das link_ Auge weh.

15. Welch_ klein_ Junge hat kein Turnzeug?

16. Der letzt_ Test ist besonders schwer.

17. Heute ist ein_ ruhig_ sonnig_ Tag. Unser_ zehnjährig_ Tochter geht baden.

18. Ist jen_ zierlich_ Frau sein_ zweit_ Frau?

19. Jed_ vernünftig_ Mensch versteht das.

20. Dies_ alt_ Mann ist ein arm Maler.

Преобразуйте простое сказуемое в составное с инфинитивной группой. Следите за использованием частицы ZU.

Am Wochenende machen wir einen Ausflug. (planen)

Das Mädchen spielt Klavier. (lernen)

Er verbringt seinen Urlaub auf dem Lande. (den Wunsch haben)

Sie nimmt eine illustrierte Zeitschrift. (empfehlen)

Im Herbst bringen die Bauer die Ernte ein. (beginnen)

Ich spiele Tennis. (kommen)

Der Kranke raucht nicht. (dürfen)

Das junge Ehepaar bekommt in diesem Jahr eine Neubauwohnung. (hoffen)

Ich schwimme regelmäßig. (gehen)

Der Studiengruppensekretär beschafft die Eintrittskarten für alle. (versuchen)

Объедините пары предложений в одно простое предложение, используя инфинитивные группы UMZU, STATT … ZU, OHNE … ZU.

Die Reisenden sind in die Auskunft gegangen. Sie wollen die genaue Abfahrtszeit des Zuges erfahren

Die ausländischen Touristen besichtigen die Gedenkstätten. Sie wurden nicht müde.

Ich schlafe heute ein. Ich nehme diesmal keine Schlaftabletten ein.

Der Abiturient verbummelte die Zeit. Er bereitete sich nicht auf die Aufnahmeprüfungen vor.

Ich setze mich aufs Sofa und sage nichts. Ich will ihn nicht stören.

Die Männer saßen und rauchten. Sie sollten arbeiten.

Heute abend sehen die Jungen fern. Sie konnten auf dem Hof spielen.

Der Arzt gab dem Kranken eine Spritze. Er wollte ihn beruhigen.

Der Besucher bestellte die Speisen. Er sah sich die Speisekarte nicht durch.

Der Bekannte ist abgefahren. Er teilte seine neue Adresse nicht mit.

II. Выучите устные темы.

Thema 5: DIE BRD

Deutschland ist ein Staat in Westeuropa. Das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland ist 356 859 qkm groß und grenzt im Osten an Polen, im Südosten an Tschechien, im Süden an Österreich und die Schweiz, im Westen an Frankreich und an die Beneluxländer (Belgien, Luxemburg, die Niederlande) und im Norden an Dänemark.

In Deutschland leben über 80 Mio. Einwohner. Die Hauptstadt ist Berlin. Die größten Städte der BRD heißen Hamburg, München, Leipzig, Dresden, Köln u. a.

Die BRD ist ein Bundesstaat und besteht aus 16 Bundesländern.

Die deutschen Landschaften sind außerordentlich vielfaltig und reizvoll. Es werden von Norden nach Süden drei große Landschaftsräume unterschieden: das Norddeutsche Tiefland, die Mittelgebirge und das Alpenvorland mit dem Alpenrand.

Die Hauptflüsse Deutschlands (Rhein, Elbe, Weser, Ems) fließen nach Norden. Die Donau macht eine Ausnahme. Sie mündet in das Schwarze Meer und verbindet Süddeutschland mit Österreich und Südosteuropa. Der größte natürliche See ist im Süden gelegene Bodensee. Die BRD gehört zur kühl gemäßigten Zone

Deutschland verfügt nur über wenige Rohstoffe. Deutschland ist nur reich an Kali- und Steinsalz, an Stein- und Braunkohle.

Deutschland ist ein hoch entwickeltes Industrieland. Zu den wichtigsten Industriezweigen der BRD gehören heute die chemische Industrie, der Maschinenbau, die Fahrzeug-, Flugzeug-, Schiff-, Computer- und Energieproduktion, die Metallurgie. Die BRD verfügt auch über eine leistungsstarke Landwirtschaft.

Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands sind Frankreich, die Niederlande, die USA, Belgien, Luxemburg, Großbritannien, Italien, die Schweiz, Österreich, Schweden und Japan.

Die Machtorgane der BRD sind der Bundestag, der Bundesrat und die Bundesregierung, die aus dem Bundeskanzler (Angela Merkel) und den Bundesministern besteht. Das Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident Christian Wulff.

Thema 6: FLORA UND FAUNA DER BRD

Da Deutschland in der gemäßigten Klimazone liegt, ist seine Flora von Laub- und Nadelwäldern geprägt. Eine einzigartige Ausnahme zu dieser recht einheitlichen Flora bildet die weltbekannte Lüneburger Heide.

Rund ein Drittel der Landesfläche Deutschlands ist heute noch bewaldet. Den stärksten Anteil mit über 50 % haben Nadelwälder (vor allem Fichten und Kiefern), die den früher dominierenden Laubmischwald auf weiten Flächen verdrängt haben. Die Laubwälder bestehen meist aus Rotbuchen, daneben sind die heute selten gewordenen Auwälder im Bereich der Flüsse und Seen und Eichen-Buchen-Mischwälder typisch. Weit verbreitet sind auch Birken, Pappeln, Erlen, Eschen, Ahorn; Ulmen und Eichen kommen ebenfalls vor. Schätzungsweise rund 60 % des gesamten Baumbestandes sind durch das Waldsterben bereits geschädigt. In den Alpen oberhalb der Baumgrenze, die bei rund 1 800 m liegt, wachsen Krüppelbäume (Lärchen, Legföhren) und alpine Matten. In den Mittelgebirgen überwiegen Fichten, im Süden wachsen vermehrt Tannen (Schwarzwald).

Der größte Anteil des unbebauten Landes dient der Erzeugung von Nutzpflanzen. Dies sind überwiegend Getreide (Gerste, Hafer, Roggen und Weizen), die Kartoffel und der Mais, die aus Amerika eingeführt wurden, der Apfelbaum, sowie zunehmend Raps. In den Flusstälern, unter anderem von Mosel, Ahr und Rhein wurde die Landschaft für den Weinanbau umgestaltet.

Die meisten in Deutschland heimischen Tiere leben in den gemäßigten Laubwäldern. Im Wald leben unter vielen anderen Arten verschiedene Marderarten, Dam- und Rothirsche, Rehe, Wildschweine sowie Füchse. Biber und Otter sind seltener gewordene Bewohner der Flussauen. An den Küsten Deutschlands machen im Frühjahr und Herbst Tausende von Zugvögeln Station.

Deutschland ist ein dicht besiedelter Industriestaat, entsprechend ist die Tierwelt in ihren Lebensräumen stark eingeengt. Vor allem die Reduzierung der Waldbestände über Jahrhunderte hinweg führte dazu, dass Waldtiere wie Wisent, Elch, Wolf und Bär in freier Wildbahn längst ausgerottet sind.

Viele Tierarten stehen auf der «Roten Liste» der gefährdeten Tierarten, z.B. Sumpfschildkröten, verschiedene Eidechsen- und Schlangenarten, Weiß- und Schwarzstorch, Fisch- und Seeadler, Kolkrabe, Fischotter, Wildkatze und Luchs. Teilweise wurden diese Tiere erfolgreich wieder angesiedelt und leben unter entsprechenden Schutzbestimmungen oder in einem der insgesamt elf deutschen Nationalparks. In den alpinen Regionen leben Gämsen, Murmeltiere und Steinböcke. Hier kommt auch der Auerhahn vor.

Thema 7: DIE DEUTSCHSPRACHIGEN LÄNDER

Man spricht deutsch in 5 Staaten Europas. Das sind die BRD, Österreich, die Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein.

Österreich

Österreich liegt im südlichen Teil Mitteleuropas. Es grenzt an die BRD im Nordwesten, an Tschechien und die Slowakei im Nordosten, an Teile des früheren Jugoslawien und Italien im Süden, an die Schweiz und Liechtenstein im Südwesten sowie an Ungarn im Osten. Die Flächenausdehnung ist 83 855 qkm.

Österreich hat eine Bevölkerung von mehr als 8 000 000 Menschen. Österreich ist ein Bundesstaat, der sich aus neun Bundesländern zusammensetzt: aus Vorarlberg und Tirol, Salzburg und Kärnten, Ober- und Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland. Und aus Wien, das auch ein Bundesland ist — Österreichs weitaus kleinstes. Die größten Städte sind Innsbruck, Salzburg, Linz u.a.

Österreich besitzt eine Vielfalt an Landschaftsformen. Der Anteil der Ostalpen beträgt 62 % des Staatsgebietes. Österreich ist daher überwiegend Mittel- und Hochgebirgsland. Die Donau spielt für das Land eine große Rolle. Fast das ganze Land gehört zum Stromgebiet der Donau. Wichtige Seitenflüsse und Täler sind das Inn-, Salzach-, Enns-, Mur- und Drautal.

Österreich hat vorwiegend mitteleuropäisches Klima mit Westwinden und reichlichen Niederschlägen vor allem in den Alpen.

Österreich ist eine parlamentarische Republik. An der Spitze des Landes steht der Bundespräsident.

Österreich ist ein hochentwickeltes Industrie- und Agrarland. Eine bedeutende Stellung nimmt die Eisen- und Buntmetallurgie, Elektroindustrie, Maschinenbau und Metallverarbeitung ein. Die Nahrungsmittelindustrie ist ebenfalls stark entwickelt. In Österreich herrschen mittlere und Kleinbetriebe vor. Große Bedeutung für das Land hat der Fremdenverkehr. Fast 42 % der Gesamtfläche Österreichs wird landwirtschaftlich genutzt. Die Hauptanbauprodukte sind Weizen, Gerste und Mais.

Österreich hat große Beiträge zur Entwicklung der Weltkultur geleistet. Weltbekannt sind die Namen der Schriftsteller Stefan Zweig, Arthur Schnitzler, der Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Franz Schubert, Johann Strauß. Österreich wurde auch zur Wiege der klassischen Operette. Das Wiener Burgtheater und die Staatsoper, die Festspiele in Salzburg und Bregenz sind weltbekannt.

III. Переведите следующие тексты, составив словарь специальной лексики. Ответьте на вопросы к текстам.

DER NATURSCHUTZ IN WEISSRUSSLAND

Reich und vielfältig ist die Natur Weißrusslands. Auf dem Territorium der Republik fließen 3000 Flüsse, darunter der Dnepr, die Westliche Dwina, der Neman, der Westliche Bug, die Beresina, die Pripjat u.a. In der Republik gibt es mehr als 10 000 Seen. Zu den größten Seen gehören der Narotschsee mit seinem kristallklaren Wasser und malerischen Ufern, der Lukomler See, der Switjassee u.a.

Die Republik Belarus liegt an der Nahtstelle zweier Vegetationszonen — des asiatischen Nadelwaldes und europäischen Laubwaldes. Die Gesamtfläche aller Wälder in Weißrussland beträgt 6,3 Millionen Hektar oder 34,5 % des Territoriums der Republik. In den Wäldern finden ihr Zuhause mehr als 280 Vogelarten, die absolute Mehrheit der Brutvogelarten ist an Wald und Sumpf gebunden. Jeden Herbst ziehen mehr als die Hälfte der Vogelarten nach Süden und Südwesten, um im Frühling an die heimatlichen Nistplätze zurückzukehren. Das Territorium bewohnen ca. 80 Säugetierarten. Mehr als die Hälfte gehören zu den jagdbaren Tieren: Elche, Rehe, Wildschweine, Hasen, Füchse, Marder, Nerze, Biber, Fischotter und andere. Rücksichtslos wurden noch vor kurzer Zeit Giftschlangen vernichtet, jetzt hegt man sie als Quelle wertvollen medizinischen Stoffes.

Die Entwässerung und Nutzbarmachung der Sümpfe, das Abholzen von Wald, Industrie abfalle, die enormen Mengen chemischsynthetischer Dünge-, Pflanzenschutz- und Bekämpfungsmittel, die den Weg in den Boden fanden, — all das hat tiefe, tiefe Spuren hinterlassen. Unfruchtbare, verdichtete und damit sauerstofflose überdüngte Böden, vergiftetes Grundwasser, Flüsse und Wälder, algenreiche Seen, eine endlose Liste lebensfeindlicher Zustände, denen nun nur mit allergrößtem finanziellem Aufwand ein Ende bereitet werden kann. Die Katastrophe von Tschernobyl (1986) hat den allgemeinen Zustand noch mehr bedenklicher gemacht.



1981 trat das Gesetz «Über den Schutz und die Nutzung der Tierwelt» in Kraft. Es sieht ein staatliches Register der belarussischen Tierwelt vor. Nach diesem Gesetz wurden alle neu ermittelten seltenen und vor dem Aussterben bedrohten Tiere unter staatlichen Schutz gestellt und ins Rote Buch aufgenommen. 1983 kam das erste Rote Buch Weißrusslands heraus, 1993 das zweite. Das Rote Buch wurde von Gelehrten der Akademie der Wissenschaften der Republik Belarus herausgegeben. Über jede Tierart werden genaue Informationen gegeben: Status, Verbreitung, Hauptorte ihres Vorkommens und getroffene Schutzmaßnahmen. Hier im Roten Buch sind auch die Abbildungen der Tiere und Pflanzen untergebracht. Ins Rote Buch wurde vor allem der Wisent eingetragen. Zu den seltenen Tieren gehören auch die belarussische Bisamspitzmaus, das Flugeichhörnchen, Fledermäuse, Flußperlmuscheln, Edelkrebse, insgesamt 182 Tierarten, 180 Pflanzenarten, 17 Pilzarten, 17 Arten von Flechten u.a.

Alle Tier- und Pflanzenarten wurden in 5 folgende Kategorien unterteilt: gefährdete, aussterbende, seltene, wenig bekannte und eine spezielle Kategorie der Tiere und Pflanzen, derer Bestand sich erholt hat. Das Rote Buch ist ein Aktionsprogramm zur Erhaltung der lebenden Natur der Republik Belarus. Dieses Programm beinhaltet Forschungsarbeiten, die Schaffung von Nationalparks, Naturschutzparks und Naturschutzgebieten bis zum Kampf gegen ungesetzliche Formen der Jagd und des Fischfanges.

1990 wurde in Weißrussland das Komitee für Ökologie gegründet. Im Komitee wurde ein Jahr später das wissenschaftliche Forschungszentrum «Ökologie» geschaffen. 1992 unterzeichnete die Republik Belarus die Internationale Konvention über die biologische Verschiedenartigkeit.

Was hat einen großen Einfluss auf unsere Natur geübt?

Was sieht das Gesetz «Über den Schutz und die Nutzung der Tierwelt» vor?

Was wurde ins Rote Buch aufgenommen?

Welche Informationen über jede Tierart werden drin gegeben?

In welche Kategorien wurden alle Tier- und Pflanzenarten unterteilt?

NATUR- UND UMWELTSCHUTZ IN DEUTSCHLAND

Nachdem bis in die siebziger Jahre hinein der Lebensraum vieler heimischer Tiere und Pflanzen sowohl durch die rapide Ausweitung von Bauflächen als auch durch die zunehmend intensivere landwirtschaftliche Nutzung immer mehr eingeschränkt worden war, wurde in den vergangenen Jahren der Erhaltung natürlicher Gebiete zunehmende Aufmerksamkeit geschenkt. Zahlreiche Flächen wurden renaturiert. Eindrucksvolle Beispiele sind in den ehemaligen Bergbauregionen an Rhein und Ruhr zu finden. Auch in den östlichen Bundesländern wurden umfangreiche Maßnahmen zur Sanierung und Renaturierung ehemaliger Abbaugebiete eingeleitet.

Heute sind rund 5.000 Regionen in Deutschland als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Die mehr als 6.000 Landschaftsschutzgebiete machen etwa ein Viertel der Gesamtfläche des Landes aus.

Ein Schwerpunkt des Naturschutzes ist die ökologische Ausrichtung der Land- und Forstwirtschaft. Zunehmende Aufmerksamkeit wird der räumlichen Verbindung besonders geschützter Gebiete geschenkt, um einen genetischen Austausch der dort lebenden Tiere und Pflanzen sicherzustellen. Zu diesem Zweck ist beabsichtigt, in Deutschland einen Verbund ökologisch wertvoller Gebiete zu schaffen, der rund zehn Prozent der Landesfläche umfassen soll. Im November 2001 verabschiedete der Deutsche Bundestag eine Novelle zum Bundesnaturschutzgesetz. Zu den wesentlichen Neuregelungen des Gesetzes zählt die Förderung einer natur- und umweltverträglichen Landwirtschaft. Konkret heißt dies z.B.: Künftig darf von den

Landwirten nur noch so viel Dünger auf die bewirtschafteten Flächen aufgebracht werden, dass keine Nährstoffe in Flüsse oder ins Grundwasser gelangen. In erosionsgefährdeten Hanglagen und Flusstälern dürfen keine Wiesen und Weiden zu Äckern umgebrochen werden. Angestrebt wird ebenfalls eine naturgemäße Waldbewirtschaftung ohne Kahlschläge. Ferner müssen dem Gesetz zufolge Landwirte künftig den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden dokumentieren.

Um die Akzeptanz des Naturschutzes in der Bevölkerung zu stärken, wird durch das neue Gesetz Naturschutzvereinen eine verbesserte Mitsprache bei Umweltschutzvorhaben ermöglicht.

Umweltbewusstsein war in Deutschland nicht immer vorhanden. Erst die Meldungen der 1970er Jahre vom Sterben des Waldes, dem biologischen Tod der Seen und Flüsse, der schadstoffbelasteten Luft, dem Aufheizen des Klimas und der immer dünner werdenden Ozonschicht, rüttelten die Menschen wach. Sie informierten sich über die Ursachen und Konsequenzen der Umweltzerstörung durch Industrie, Verkehr und Transport. Langsam wuchs die Einsicht, dass die

Natur geschützt werden muss. Der Staat richtete 1986 das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ein, die Bürger gründeten Vereine, die Naturschutzaufgaben übernahmen. Heute sind mehr als vier Millionen Deutsche Mitglieder in Umweltschutzorganisationen. Die deutsche Umweltpolitik kennzeichnen drei wichtige Prinzipien.

1. Das Vorsorgeprinzip: Umweltbelastungen sollen grundsätzlich vermieden werden. Der Staat verpflichtet sich einzugreifen, wenn er eine Gefahr für die Natur erkennt. Seine Gebote und Verbote sollen die Umweltbelastung auf ein Minimum beschränken.

2. Das Verursacherprinzip: Die Industrie muss die Kosten einer durch sie verursachten Umweltbelastung tragen. Das motiviert sie, so ökologisch wie möglich und damit langfristig kostengünstig zu produzieren.

3. Das Kooperationsprinzip: Der Staat will mit der Industrie auf einer freiwilligen Basis zusammen arbeiten, anstatt mit Gesetzen und Strafen. Eine erfolgreiche Kooperation war beispielsweise der vorzeitige freiwillige Verzicht der Industrie auf Fluorchlorwasserstoff (FCKW) als Treibgas und Kühlmittel, das die Ozonschicht zerstört. Ein Misserfolg bis heute: die Weigerung der Getränkeindustrie, auf umweltschädliche Dosen zu verzichten.

Was bekam in den vergangenen Jahren eine zunehmende Aufmerksamkeit?

Was bildet den Schwerpunkt des Naturschutzes?

Wie viele Naturschutzgebiete gibt es in Deutschland?

Wodurch wird die Umwelt zerstört?

Welche Prinzipien kennzeichnen die deutsche Umweltpolitik?

UMWELTPOLITIK IN DEUTSCHLAND

Das öffentliche Bewusstsein, dass die Umwelt ein schützenswertes Gut ist, hat sich in Deutschland erst in den siebziger Jahren entwickelt. Schäden an Baudenkmälern, Gesundheitsschäden, Schäden in der Natur, aber auch wachsende Zweifel an der Verantwortbarkeit der Nutzung von Atomkraft warfen die Frage auf, ob bisherige Produktionsweisen und Lebensgewohnheiten weiterhin aufrechtzuerhalten seien. Es wuchs die Erkenntnis, dass die Art, in der produziert, mit Energie umgegangen und natürliche Ressourcen verbraucht wurden, mit Gefahren und Schädigungen verbunden war, die auf längere Sicht irreversibel sein könnten. Heute ist diese Erkenntnis allgemein akzeptiert: «Man ist sich mehrheitlich bewusst, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind und ist überzeugt, dass wir nicht so weiter machen sollten, wenn man Umweltkatastrophen verhindern will», so das Fazit der Analyse des Bielefelder EMNID-Instituts aus einer repräsentativen Befragung der deutschen Bevölkerung im Jahre 2000.

Der anfängliche «Glaubenskrieg» zwischen Anhängern eines ungehemmten Wachstums auf der einen und Umwelt-Aktivisten auf der anderen Seite wich bald der Einsicht, dass Natur und Wirtschaftswachstum, ebenso Natur und ein hoher Lebensstandard, keine sich ausschließenden Alternativen sein müssen. Vielmehr geht es um die Frage: Wie sind Wirtschaftswachstum und Wohlstand vereinbar mit einer nachhaltigen Nutzung der Natur und ihrer Ressourcen? Programmatisch formulierte Ernst Ulrich von Weizsäcker in seinem 1989 erschienenen Buch «Erdpolitik», was wenige Jahre später, 1992, unter dem Schlagwort «Nachhaltigkeit» auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro zum globalen Leitbild einer verantwortungsvollen Umwelt- und Entwicklungspolitik wurde: «Das Konsumwachstum stößt an Grenzen. Was die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung an Energie, Fläche, Wasser, Luft und anderen Naturgütern verbrauchen – direkt oder indirekt -, ist nicht auf die übrigen neunzig Prozent ausdehnbar, ohne dass die Erde ökologisch kollabiert. Und doch ist eben dieser ‚Standard’ das erklärte Ziel der Entwicklung. Die Tage des ökonomischen Jahrhunderts sind gezählt. Wir treten, ob wir es wollen oder nicht, in das Jahrhundert der Umwelt ein.» Im Jahre 2002 definiert das Umweltbundesamt (UBA) nachhaltige Entwicklung als «eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen».

In Deutschland wurde der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen im November 1994 im Grundgesetz (Artikel 20a) verankert. Schon lange davor gab es jedoch bereits zahlreiche Vorschriften zum Schutz der Natur und der Umwelt.

Heute umfasst der Umweltschutz in Deutschland ein breites Spektrum von gesetzlichen Regelungen, Grenzwerten und Vorschriften, gleichzeitig aber auch ein wachsendes Segment der Wirtschaft, das zum einen Dienstleistungen im Umweltbereich anbietet, zum anderen mit der Produktion umweltschonender Produkte oder der Entwicklung umweltfreundlicher und ressourcenschonender Verfahren beschäftigt ist. Eine Reihe von Umweltzeichen und Gütesiegeln wurde geschaffen, mit denen Anbieter die Kunden auf besonders umweltfreundliche Produkte hinweisen können. Umweltschutz soll zu einem Wettbewerbsvorteil werden.

Umweltschutz ist zu einem zukunftsgerichteten, forschungsintensiven Wirtschaftszweig geworden, in dem es darum geht, Energie effizienter zu nutzen und Stoffkreisläufe zu schließen. Schwerpunkte der Umweltpolitik der vergangenen Jahre waren der langfristige Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie, das Programm zur Minderung des CO2-Ausstoßes sowie der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft. Repräsentativ für die «Philosophie» der heutigen deutschen Umweltpolitik ist die im Februar 2002 vorgestellte zweite Zukunftsstudie des Umweltbundesamtes «Nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Die Zukunft dauerhaft umweltgerecht gestalten». Sie liefert weder eine Bilanz des bisher Erreichten, noch gibt sie eine Prognose – sie verdeutlicht aber die vorhandenen Handlungsmöglichkeiten und weist weitere Handlungsspielräume auf.

Einem von der OECD im Jahre 2001 vorgelegten Prüfbericht zufolge nimmt Deutschland im Umweltschutz im weltweiten Vergleich heute einen Spitzenplatz ein.

Wann hat sich in der BRD das öffentliche Bewusstsein gegenüber der Umwelt entwickelt?

Warum wurde Buch «Erdpolitik» von Ernst Ulrich von Weizsäcker programmatisch?

Wann wurde der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen im Grundgesetz verankert?

Was hat die Wirtschaft mit dem Umweltschutz zu tun?

Welche Schwerpunkte der Umweltpolitik charakterisierten die vergangenen Jahre?

IV. Письменно составьте аннотацию текста.

KOLONIE ALEXANDROWKA

Am 10. April 1826 unterzeichnete Friedrich Wilhelm III. einen Vertrag über den Bau einer russischen Kolonie. Ein Jahr später zogen zwölf russische Sänger in hübsche Holzhäuschen ein. Sie waren komplett eingerichtet — von Kochtöpfen übers Spinnrad bis zu den Möbeln. Im Stall standen auch Melkeimer, die Kuh wurde einige Monate später gekauft. Die Russen waren 1812 als Kriegsgefangene nach Preußen gekommen. Nach dem preußisch-russischen Militärbündnis bildete der König aus ihnen einen russischen Chor. Weil er sich so an dessen melancholische Lieder gewöhnt hatte, bekam er von Zar Alexander den gesamten Chor geschenkt. Damit das Geschenk nicht so dürftig aussah, schickte der russische Zar noch sieben Mann als Ersatz. Einige Sänger waren schon an Heimweh und an den Kriegswunden gestorben.

Diese hübschen Häuser kann man auch noch heute besichtigen. Wer sehr aufmerksam diese Häuser betrachtet, kann hölzerne Namensschilder finden. Die heutigen Bewohner stehen in schwarzer Schrift auf weißem Grund, die verstorbenen Familienmitglieder in weißer Schrift auf schwarzem Grund.

Nur noch drei Familien sind direkte Nachfahren der russischen Sänger. Das liegt vor allem an den strengen Bestimmungen zur Preußenzeit. Das Nutzungsrecht blieb nur bestehen, wenn als erstes Kind ein Knabe geboren wurde. Um Manipulationen zu verhindern, musste bei den Entbindungen ein offizieller Zeuge zugegen sein. Er musste bestätigen, ob ein Junge oder Mädchen das Licht der Welt erblickte.

Etwas abseits wurde eine russisch-orthodoxe Kirche gebaut.

ПЛАН РАБОТЫ В ЗИМНЮЮ СЕССИЮ

для студентов II курса биологического факультета

заочной формы обучения

специальностей «Биология», «Биоэкология»

(8 часов)

Кол-во часов

Тема

Грамматический материал

Литература

2

Was ist Ökologie?

Satzgefüge. Wortfolge im Hauptsatz.

[1, 2, 3]

4

Umweltschutz

Wortfolge im Nebensatz.

[1, 2, 3]

2

Globale ökologische Probleme

Typen von Nebensätzen.

[1, 2, 3]

ЛИТЕРАТУРА

Паремская, Д.А. Практическая грамматика (немецкий язык) / Д.А. Паремская. – Минск : Выш. шк., 2001. – 350 с.

Мойсейчук, А.М. Современный немецкий язык / А.М. Мойсейчук, Е.П. Лобач. – Минск : Выш. шк., 1997. – 383 с.

Вершинина, Н.А. Защита окружающей среды: учеб.-метод. пособие / Н.А. Вершинина, О.Ю. Норенко. – Омск: Изд-во ОмГУ, 2005. – 92 с.